Swingen als Kunstprojekt!

Das "Element 6". . ist für ein Kunstprojekt in die Wiener Secession eingezogen.

22. Februar 2010
Swingen als Kunstprojekt!

Das "Element 6" ...

(eine erotische Bar/ ein Club in Wien mit fogendem Motto:
"Wir sind eine Bar für kontaktfreudige Paare und Singles.
Ihr findet bei uns einen erotischen Rahmen, in dem Ihr zwanglos Gleichgesinnte kennenlernen könnt. Unsere Räume bieten Euch die Möglichkeit, was immer sich lustvoll ergeben mag, auszuleben. Frei, ungestört, und in ansprechender Umgebung. Eine Atmosphäre zu schaffen, in der Frauen sich wohl fühlen und als individuelle sexuelle Wesen, nicht als Objekte, wahrgenommen werden, ist unser größter Anspruch.
Das sorgfältig ausgewählte und vielfältige Angebot unserer Bar soll Eure Sinne beflügeln.
Wir schaffen Raum für Sexkultur.)


... ist für ein Kunstprojekt in die Wiener Secession eingezogen.
Damit will Christoph Büchel "reale Gesellschaftszustände" zeigen.
Manch poltisches Lager scheint davon weniger begeistert zu sein, obwohl eine nicht unbekannte Vertreterin aus konservativen Reihen, das ganze auch genehmigt hat. *zwinker*

Ich glaub, das wär's wert, da einmal hin zu schaun!


Zum Nachschaun einfach "Element 6" in einer Suchmaschine Eurer Wahl eingeben. *zwinker*
22. Februar 2010
Zur Erläuterung, ...

... für jene die die Seccession nicht kennen sollten *zwinker* :

Die Wiener Secession war eine Vereinigung bildender Künstler in Wien in der Zeit des Fin de siècle.
Davon abgeleitet wird auch die Wiener Variante des Jugendstils als „Wiener Secession“ (auch: „Secessionsstil“) bezeichnet.
(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)


Wiener Secessionsgebäude
Das Ausstellungsgebäude der Wiener Secession, umgangssprachlich einfach Secession genannt, wurde 1897/98 (...) errichtet.
Es ist eines der bedeutendsten Gebäude des österreichischen Secessionsstils (Jugendstil).
(...)
Auch formal nimmt das Gebäude auf die Karlskirche Bezug, besonders durch seine goldfarbene Kuppel (einem Blätterwerk aus vergoldeter Bronze), im Volksmund Krauthappel (= Kohlkopf) genannt.
Unterhalb der Kuppel prangt in goldenen Lettern der Wahlspruch der Secession:
Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit.
(...)
Links neben der Eingangstür findet sich ein zweiter Wahlspruch:
Ver Sacrum (Heiliger Frühling),
der die Hoffnung auf eine neue Kunstblüte ausdrücken soll.
(...)
Gustav Klimt (...) nahm maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung im Sinn einer Beruhigung der flamboyanteren ersten Entwürfe (...).
Sein Beethovenfries, 1902 (...) geschaffen, befindet sich heute als Dauerleihgabe wieder dort und ist im Untergeschoß zu besichtigen. Von Klimts Bruder Georg stammt der Entwurf der bronzenen Eingangstüren.
Rechts neben dem Gebäude steht die Bronzestatue des Marc Anton von Arthur Strasser.
Der römische Feldherr wird hier als träge und dekadent dargestellt, was vielleicht einen Kommentar zum Zeitgefühl des Fin de siècle darstellt.
(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
24. Februar 2010
Kunst...ist Ansichtssache

ob das jetzt tatsächlich Kunst ist...diese Frage zu beantworten bleibt jedem selbst überlassen. *g*
zumindest eine Bodypaintingecke könnten sie einrichten...damits ein bißchen künstlerisch wird *mrgreen*

was mich allerdings gestört hat ist das, was die Medien damit veranstalten: da werden in Tageszeitungen großflächige Bilder abgedruckt, zwar mit verpixelten Gesichtern, aber trotzdem sinds eindeutige Posen (hauptsächlich oraler Spielart). Mag ja sein, daß die Zeitungsmacher das reißerisch finden - aber es gibt genug Kinder, die jeden Morgen an der Straßenbahnhaltestelle durch die Käseblätter blättern. Und da Leute ja gerne alles glauben was in der Zeitung steht...mei, was sollen die Kids und Jugendlichen da für einen Eindruck bekommen? (und gerade das Thema Swingen erfordert eine gewisse emotionale und sexuelle Reife!)

am Ende werden es wohl lauter Kunststudenten sein, die da Gymnastik machen. Und irgendein Psychologiestudent schreibt seine Diplomarbeit über die Reaktionen der Österreicher *mrgreen*

lg, KleineEule *g*
24. Februar 2010
ja und nein

auf der einen seite finden wir es gut, dass die swingerszene etwas machen will um gesellschaftsfähiger zu werden. auf der anderen seite finden wir es als frechheit, sollten dafür wirklich steuergelder verwendet worden sein. wenn ein club das machen will soll er es auch finanzieren und nicht auf kosten aller da versuchen ein gutes geschäft zu machen.

werden uns überraschen lassen. haben schon ein paar positive aussagen von diesem kunstprojekt gehört aber leider auch viele negative. werden uns in den nächsten wochen selber mal ein bild davon machen.
26. Februar 2010

Steuergelder? eher nicht.
Ist eine Ausstellung, Projekt, klar, aber der Club wird davon nicht bezahlt. Da gehts wohl eher um die Erotik in der Kunst und manchen passt das eben nicht, das war immer schon so und wirds auch immer geben. Übrigens find ichs ganz gemütlich und schön hergrichtet. Schade, das es sowieso nur für 2 Monate ist, dann wird auch die Aufregung vorbei sein.

...und, ja, schaut gerne rein, zahlt sich immer aus was anzusehn was Schlagzeilen macht. Da stimm ich L.u.H. uneingeschränkt zu.*lol*
26. Februar 2010

Nachschlag oder Nachtrag:

Nachdem heute in den TV - Nachrichten sogar das Thema auftauchte, musst ich erstmal gründlich lachen und mir ist sofoert der eine Thread hier eingefallen, Österreich: Ist Österreich prüde? .

Also in dem Fall: EINDEUTIG JA !
Wenn in den Nachrichten von Journalisten so ein Unsinn berichtet wird, und dabei einer der besten Bondage - Künstler Österreichs als Gangbanger bezeichnet wird...
Dabei war nicht mal ein einziger Nackter zu sehen.
Also wenn das nicht prüde ist, was dann. *nixweiss*
27. Februar 2010

General,

auf den Fotos, auf die ich mich bezogen habe, waren spärlich bekleidete Damen zu sehen, die sich gegenseitig beknabbert haben. die Positionen waren eindeutig, auch wenn es kein "Cumshot" war. Kopf zwischen den Beinen etc...(wobei ich an dieser Stelle mit einigem Amüsement anmerken muß, daß wirklich fast ausschließlich Damen zu sehen waren...dabei jammert doch die Swingerszene so über Damenmangel *zwinker* )

ich selbst sehe mich auf halber Strecke zwischen prüde und mit gesundem Schamgefühl beseelt. im Vergleich zu früher bin ich schon viel aufgeschlossener...wie gesagt: mich stört weniger der Swingerclub als die Art der Berichterstattung.

ich hab mir den Schuh jetzt einfach mal angezogen - es läuft sich eigentlich ganz gut darin *ggg*

lg, KleineEule
28. Februar 2010
Ich habe zwar meine Eindrücke bereits

in der "Wien & Umgebung-Gruppe" beschrieben, möchte es aber der geneigten Leserschaft auch hier nicht vorenthalten:

Also - ich habe es mir vergangenen Dienstag angeschaut und da ich mich für kulturelle Angriffe wappnen wollte, habe ich mir gleich eine akademische Malerin ("phantastischer Realismus") als Unterstützung mit genommen.

Fazit:

Es ist eine Lounge wie sie überall anders auch sein könnte - grundsätzlich mit netten, ansprechenden Sitzgelegenheiten.

Ein paar Mädels (Mehrheit Staff) rennen Bekleidungstechnisch herum, als ob sie bei einer "Sexy Night" in der der Landdisco brillieren wollten.

Ein zugedeckter Whirlpool mit eiskaltem Wasser und eine kalte Sauna laden nicht zum Verweilen ein, auch im Bereich der Kuschelwiesen liegt IMHO die Temperatur unter meinem Wohlfühlfaktor.

Die "strenge Kammer" wirkt wie das Möbellager einer BDSM-Möbelmanufaktur.

In der Herrentoilette quillt der Abfallkorb mit den Papierhandtüchern bereits um 2130 Uhr über.

Einige sehr interessante und schöne Bilder hängen an den Wänden - ich glaube der/die Künstler/in heißt "Kitsch" (oder so ähnlich ) - sie fanden Anklang bei meiner fachkundigen Begleitung.

Ganz witzig die Idee mit dem Fernseher der das Kaminfeuer darstellt - die beiden Antilopenköpfe an der Wand wirken ausgesprochen deplaziert. "Safari-Lounge"?

Der ausgeschenkte Wein war OK - das reichlich vorhandene Personal wirkt hektisch, ist aber bemüht!

Ach ja - ein paar liebe Bekannte habe ich auch getroffen. *g*

Alles in allem eine Lokation, wo man einfach auf einen Drink hingehen kann in den nächsten beiden Monaten. Zu mehr animiert mich das bislang nicht.

Allerdings: Die Idee finde ich sensationell!
09. März 2010

Nun, schuld ist eindeutig die Berichterstattung, stimmt.
In den Austria-News(Pro7,Sat1,Puls4 usw.), sah man kurz ein wenig Bondage, voll angezogen wohlgemerkt, wobei vom Sprecher was von Swingen, Gruppensex und Gangbangs gebrabbelt wurde, es war richtig zum lachen.
Darauf bezog sich meine Aussage hauptsächlich.
Aber sich über sowas aufzuregen, machts noch viel mehr lächerlich.
Bei den Fotos, kleine Eule, bin ich nicht mal sicher ob die dort gemacht und gestellt sind, oder aus irgendeinem Archiv gekramt wurden.
Die Video Aufnahmen zeigten jedenfalls kein bisschen von nacktheit, nicht mal was von leicht bekleidet...
Die Idee an sich find ich auch gut, warum sollte sowas nicht gehn.
Danke für den Bericht, Alex1180, gut zu wissen was da läuft, jetzt denk ich nicht mehr das ich was versäumt habe.

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